Nachdem wir die heiße Region rund um Moab verlassen haben, kamen wir endlich in ein höher gelegenes und dadurch kühleres Gebiet: den Mesa Verde National Park.

Wie Viele von euch vermutlich wissen, ist dieser Nationalpark durch seine alten Siedlungen der Indianer und besonders durch die Siedlungen in Alkoven unterhalt der Hochebene (sogenannte „cliff dwellings“) bekannt. Man kann hier besonders schön die Entwicklung der Siedlungen nachvollziehen. Das kann man gut auf eigene Faust an den Aussichtspunkten auf der Hochebene nachvollziehen. Hier kann man viele sogenannte „Pit Houses“, halb unter der Erde gebaute Häuser der ursprünglichen Bewohner der Gegend und auch jüngere Siedlungen aus größeren Steinhäusern, „Pueblos“, besichtigen. Auch kann man von der Kante der Hochebene aus auf der anderen Seite der Canyons verschiedene Siedlungen in den Klippen sehen. Nur eines dieser „cliff dwellings“ kann man auf eigene Faust besichtigen. Weitere Drei sind mit geführten Touren von Park Rangern zugänglich (diese Führungen sind nur vor Ort und nicht im Voraus buchbar, kosten allerdings auch nur 5$ pro Person und Führung).

Von den drei möglichen Führungen habe wir uns zwei ausgesucht. Zunächst haben wir im beliebten Teil des Parks, „Chapin Mesa“, die größte dieser Siedlungen, „Cliff Palace“, besucht. Die einstündige Tour führt direkt steil den Berg hinunter und in den Alkoven hinein. Anschließend erhält man kurze Einblicke in die verschiedenen Bauformen (Türme, Häuser, schmale Durchgänge, Souterrain, runde oder eckige Bauweise) und die dadurch entstehenden unterschiedlichen Zwecke der einzelnen Gebäude. Leider darf man diese nicht betreten, um die Häuser nicht weiter zu schädigen.

Die zweite Tour führte uns in den weniger besuchten Teil des Parks, „Wetherill Mesa“. Hier kann man die zweitgrößte Sieglung, „Long House“ besichtigen. Diese Führung geht zwei Stunden und abgesehen von ähnlichen Beschreibungen der Gebäude wie in der ersten Tour bekam man noch diverse Einblicke in das Leben und die Entwicklung der Menschen. Hier konnte man die Sickerquelle besichtigen, welche den Bewohnern der Siedlung Wasser lieferte und konnte auch diverse Gebäude, wie z.B. die für religiöse Zwecke genutzten „Kivas“, näher betrachten. Diese Führung war besonders interessant, da der Ranger dem Stamm der Navajo-Indianer angehört und deshalb verschiedene Einblicke in Brauchtum und Kultur der Indianer liefern konnte.

Ein paar Tage später haben wir außerdem das kleine Navajo National Monument besucht. Hier kann man ebenfalls Cliff Dwellings besichtigen, allerdings nur aus der Ferne. Diese Siedlung, „Betatakin“ genannt, ist dafür im Gegensatz zu denen in Mesa Verde noch zu über 90% im Original erhalten. Schönerweise gibt es in diesem National Monument auch zwei Campgrounds, die beide komplett kostenlos sind.