Der nächste Stop auf der Reise war der Zion National Park. Glücklicherweise haben wir auch hier noch zwei Nächte auf dem Campingplatz ergattert. Leider war das Tal des National Park sehr verraucht, da nachts der Rauch von Waldbränden ins Tal zog und erst am frühen Nachmittag dort wieder verschwand. Aus diesem Grund haben wir uns gegen eine Wanderung auf den Berg „Angels Landing“ entschieden, die wegen der Temperaturen nur am Morgen machen will. Auch die meisten Viewpoints konnte man vergessen, da man kaum die Bergspitzen erkennen konnte.

Wir sind trotzdem relativ früh aufgestanden, um mit dem Shuttle zu unserem Ausflugsziel am Ende des Tals zu kommen. Leider kann man im Zion National Park nur mit dem Shuttle herum fahren, die Fahrt vom Visitor Center bis zum Ende der Route dauert immerhin 40min. Da allerdings am Morgen alle Leute mit dem Shuttle in den Park fahren wollen und dafür weder genug Fahrzeuge noch Fahrer da sind, mussten wir erst mal knapp über eine Stunde anstehen um einen Platz zu ergattern.

Die Warterei hat sich aber gelohnt. Wir haben an diesem Tag die sogenannten „Narrows“ besichtigt. Dies ist ein Canyon, den man so lange entlang wandern kann, wie man möchte. Man läuft direkt im 18°C kalten Wasser, was besonders bei einer Lufttemperatur von 35°C sehr angenehm ist. An den meisten Stellen ist das wunderschön türkis blaue Wasser zwischen Knöchel- und Knie-tief, an den extremsten Stellen ging es Rebekka allerdings bis zum Bauch. Wir haben den ganzen Tag in diesem wunderbaren Canyon verbracht. An seinen Wänden kann man zudem einige kleinere Wasserfälle und „hanging gardens“, also Pflanzen an der Canyonwand entdecken. Alles in allem ist diese Wanderung deshalb so besonders, weil man den ganzen Tag über eine schöne Abkühlung hat und sie einfach eine Abwechslung gegenüber den sonstigen Wanderungen ist.

Abends haben wir auch zum ersten Mal Campground-Nachbarn kennengelernt, ein Iraner und eine Ukrainerin. Die beiden waren ebenfalls in den Narrows und haben uns zum Abendessen eingeladen. Besonders die Perser sind einfach unglaublich gastfreundlich und man wird praktisch mit Essen überschüttet. Es war sehr interessant sich eine Weile den beiden zu unterhalten.