Weiter ging die Reise zum Yosemite National Park. Da der Tioga Pass mittlerweile offen ist, konnten wir dank seiner Höhe von gut 3000m bei angenehmen Temperaturen durch die Sierra Nevada fahren. Dort oben findet man schöne, zum Teil schneebedeckte Berge (Lembert Dome), tolle Bergflüsse, welche durch wunderschöne, saftige grüne Wiesen (Tuolumne Meadows) fließen. Das letzte Mal als Max dort war, hat sich die ganze Landschaft wesentlich trockener und brauner präsentiert.

Am nächsten Tag hatten wir vor den Panorama Trail vom Glacier Point ins Tal zu wandern. Leider hat mit unserer Shuttle-Reservierung etwas nicht geklappt und Rebekkas Reservierung war verloren gegangen. Also haben wir beschlossen, es mal mit Trampen zu versuchen. Nach einer halben Stunde warten an der Straße im Tal hat auch tatsächlich ein Auto angehalten um uns die halbe Strecke schon mal mit zu nehmen. Die beiden Herren wollten ebenfalls nach dem Frühstück mit ihren Familien den selben Weg wandern. Auch für die zweite Hälfte des Weges war flott ein Auto gefunden, hier hat uns eine junge Belgierin mitgenommen. Tatsächlich waren wir sogar vor dem Shuttlebus am Glacier Point. Der Ausblick über das ganze Tal von hier oben ist einfach atemberaubend. Man sieht total viele Wasserfälle und den Half Dome sehr schön von dort. Auf dem Weg nach unten, der allerdings zwischendrin auch wieder 300 Höhenmeter nach oben führt, begegnet man vielen verschiedenen Wasserfällen. Zunächst die kleineren Illilouette Falls, anschließend die ins Tal donnernden Nevada Falls, der kleinere und leisere Silver Apron Fall, welcher in den Emerald Pool mündet, und zuletzt die großen Vernal Falls. Am unteren Ende dieser Wasserfälle beginnt der sogenannte Mist Trail. Hierbei wandert man im Nebel des Wasserfalls entlang und wird dem entsprechend nass, was aber bei den Temperaturen nicht weiter schlimm ist. Mit 8mi/13km ist die Wanderung schon etwas länger, aber sehr gut zu machen. Wenn man sich auch noch mit Sonnencreme ausgestattet hätte, hätte man auch keinen leichten Sonnenbrand gehabt. Naja, jetzt sind wir halt etwas brauner…

An unserem letzten Tag haben wir nur noch diverse Aussichtspunkte im Tal selbst angeschaut. Natürlich durfte hierbei der berühmte El Capitan nicht zu kurz kommen. Ebenso haben wir die Lower und Upper Yosemite Falls bewundert. Am sogenannten Tunnel View kann man das ganze Tal mit El Capitan, Half Dome und den Bridalveil Falls erkennen.

Alles in allem hat es uns im Yosemite mit seinen schroffen Granitfelsen, schönen Wäldern und donnernden Wasserfällen nicht zuletzt wegen seines angenehmen Klimas (tagsüber in den Endzwanzigern) sehr gut gefallen und ist auf jeden Fall noch einen weiteren Besuch wert.