Nachdem wir die Ostküste besucht hatten, durfte natürlich auch die Westküste nicht fehlen. Hier haben wir hauptsächlich den bekannten Pacific Rim National Park angeschaut.

Zunächst sind wir in dessen nördlichsten Abschnitt gefahren. Hier liegen einige tolle Sandstrände mit enormem Tidenhub. Wir sind sehr früh aufgestanden, um den Tag dort gut ausnutzen zu können, was wir uns aber hätten schenken können. Vormittags hängt der Nebel sehr an der Küste fest und man kann nur wenige hundert Meter entlang des Strands sehen. Nachmittags hat das Wetter zum Glück aufgeklart und man konnte bei Ebbe schön am sehr flachen Long Beach entlang laufen und der zurück kommenden Flut zuschauen. Auch sind die Strände dort bei (Kite-)Surfern und Stand Up Paddlern sehr beliebt. Leider haben wir keine Wale, Orcas oder Delfine erspähen können.

Allerdings gibt es nicht nur interessante Strände im National Park, sondern auch einen Regenwald. Aufgrund eines sehr hohen Niederschlags von ca. 3000mm im Jahr (ca. das vierfache des Niederschlags von Münster) ist es im Wald sehr feucht und überall wächst Moos. Hier kann man auf Holzstegen durch das Dickicht laufen. Eine Banana Slug, eine gelbe Nacktschnecke mit braunen Flecken, welche bis zu 25cm lang wird, ist uns leider nicht über den Weg gelaufen.

Auch die beiden Städte in der Nähe, Tofino und Ucluelet, haben wir uns nicht entgehen lassen. Hier kann man diverse Gallerien, unter Anderem die bekannte Eagle Aerie Gallery des Künstlers Roy Henry Vickers besuchen. Dieser kanadische Künstler ist ein anerkanntes Oberhaupt der First Nation Indianer und ist für seine Drucke und Schnitzereien berühmt. Auch einen kleinen Leuchtturm kann man hier bewundern.

Damit uns nicht langweilig wird, sind wir auch noch über unzählige Kilometer an Schotterstraße in den West Coast Trail Teil des Pacific Rim National Park gefahren, um uns den wunderschönen, leereren Pachena Beach anzuschauen. Hierhin werden die Straßen hauptsächlich von Holzfäller-Firmen unterhalten und immer mal wieder schießt ein riesiger Truck um die Kurve.

Weiter in Richtung Süden ging es entlang des Cowichan Lakes. Entlang dieses schönen, azurblauen See kann sehr schön am Ufer sitzen und die Sonne genießen.