Spiegelreflexkamera Nikon D750

Seit mittlerweile 1,5 Jahren fotografieren wir mit der Nikon D750. Damals haben wir beschlossen, nicht mehr mit zwei getrennten Kameras zu arbeiten (Max hatte die Nikon D7100 und Rebekka die Nikon D3200). Wir haben uns für dieses Modell entschieden, da es eine Vollformat-Kamera ist (allerdings noch eine der günstigeren) und trotzdem die meisten unserer schon vorhandenen Objektive noch dazu passen.

Im Wesentlichen hat uns das Auflösungsvermögen und die Lichtstärke von Vollformatkameras beeindruckt. Die D750 hat tollerweise einen sehr reaktionsschnellen Autofokus mit bis zu 51 Fokusmessfeldern. Auch die Bildraten bei Serienaufnahmen von bis zu 6 Bildern /s sind super. In manchen Fällen war auch der neigbare Monitor durchaus praktisch. Alles in allem hat uns die Kamera bis jetzt gute Dienste geleistet und wir sind mit den Ergebnissen zufrieden. Wenn ihr bereit seid, für eure Kamera etwas mehr Geld auszugeben (z.B. für eine teurere APS-C Kamera wie die Nikon D7200), solltet ihr definitiv das Potential der Vollformat-DSLR nicht außer Acht lassen (diese hier gibt es schon für knapp 1700€).

Objektive

Der Allrounder

Unser derzeitiges „Immerdrauf“ Objektiv und Universal-Reisezoom für die D750 ist das Nikon 28-300mm AF-S 1:3.5-5.6G ED VR. Es ist ein sehr praktisches Objektiv, ist aber von der Abbildungsleistung her nicht ganz so toll (Stichwort Eierlegende Wollmilchsau) und durch seine 19 verbauten Linsen ist es natürlich nicht besonders lichtstark. Mit nur 800g ist es leider kein besonders leichtes Objektiv. Es wird in keiner Situation das Beste unserer Objektive sein, aber es ist sehr praktisch für schnelle Schnappschüsse. Gerade in den Randbereichen der Brennweiten schwächelt es leider etwas, da hier die Schärfeleistung nicht mehr ideal ist. Schönerweise ist es aber unter guten Lichtbedingungen durch seinen weiten Zoombereich bis zu 300mm und einer Naheinstellgrenze von nur 50cm besonders für Makro-Aufnahmen geeignet, weshalb besonders Rebekka dieses Objektiv schätzt. Neu ist dieses Objektiv nur für ca. 900€ zu bekommen, gebraucht kann man teilweise aber gute Schnäppchen (wir haben z.B. nur 559€ gezahlt) machen.

Das Weitwinkel-Wunder

Ein tolles Objektiv für Weitwinkelaufnahmen ist das Nikon 18-35mm AF-S Nikkor 1:3,5-4,5G ED. Hierbei ist es sowohl genial für wunderschöne Landschaftsaufnahmen, leistet aber auch auf Städtereisen gute Dienste. Gerade wenn man in Städten nicht so viel Platz hat, bekommt man mit diesem tollen Objektiv trotzdem noch das gesamte Hochhaus aufs Foto, da der maximale Bildwinkel bei immerhin 100° liegt. Zudem hat es auch eine tolle Naheinstellgrenze von nur 28cm, allerdings ist es aufgrund seines Weitwinkels nur bedingt für Makro-Aufnahmen geeignet. Auch in dunklen Umgebungen entstehen gute Bilder, die Bildschärfe ist klasse und auch bei offener Blende ist die Verzeichnung und Vignettierung harmlos. Mit seinen 385g ist es eines unserer leichteren Objektive, allerdings ist es mit ca. 700€ auch nicht ganz billig. Auch hier sind gute gebrauchte Objektive (wir haben es für 426€ erstanden) um einiges günstiger zu erwerben.

Die Festbrennweite

Ein wunderschön leichtes und kompaktes Objektiv mit lediglich 185g ist das Nikon 50 mm AF-S Nikkor 1:1,8G. Da hier lediglich 7 Linsen verbaut sind, überzeugt dieses Objektiv durch seine unglaublich hohe Lichtstärke mit einer 1,8er-Offenblende. Dadurch bietet dieses Objektiv ein helles Sucherbild und ist ideal für Aufnahmen bei schwachem Licht oder Fotos mit geringer Tiefenschärfe. Aus diesem Grund verwenden wir es gerne für dunkle Räume, aber auch unter hellen Bedingungen entstehen schöne Bilder, da es wie fast jede Festbrennweite mit einer außerordentlichen Schärfeleistung. Des Weiteren können auch schöne Portraitaufnahmen mit diesem Objektiv aufgenommen werden, die durch ein grandioses Bokeh punkten. Durch seine Naheinstellgrenze von 45cm kann es für Makro-Aufnahmen verwendet werden, allerdings ist es hier nicht mehr so optimal. Mit ca. 200€ ist es relativ günstig und da auch bei gebrauchten Objektiven kaum Unterschiede im Preis existieren, rentiert es sich hier, den vollen Preis für eine neue Festbrennweite zu investieren.

Das Super-Tele

 – Um anderen Leuten den Vogel zu zeigen…

Unser größtes und leider auch schwerstes Objektiv ist das Sigma 150-600mm F5,0-6,3 DG OS HSM Contemporary. Es wiegt knapp 2kg und ist daher zum Mitnehmen auf Wanderungen denkbar ungeeignet. Um seine unglaubliche Zoomleistung zu erzielen, sind natürlich eine ganze Menge Linsen verbaut, welche die Lichtstärke etwas schmälern. Dennoch erzielt es mit Lichtstärken von 5-6,3 gute Ergebnisse für ein Objektiv seiner Art. Selbst bei hohen Brennweiten liefert das Objektiv sehr scharfe Bilder. Bei Frei-Hand Aufnahmen zeigt sich, dass der Bildstabilisator sehr effektiv arbeitet, allerdings ist es auf Dauer nicht angenehm, so zu fotografieren. Wir haben uns dieses schöne Spielzeug sowohl für Landschaftsaufnahmen (Max) als auch für Tieraufnahmen (Rebekka) gekauft. Für beide Einsatzzwecke leistet es bis jetzt gute Dienste, allerdings ist es schwer ohne Stativ gute Aufnahmen zu erzielen. Mit ca. 930€ ist dieses Objektiv allerdings relativ teuer und man sollte doch vorher genau überlegen, ob es für die vorgesehenen Einsatzzwecke das Richtige ist. Gebraucht ist es leider auch nur schwer zu finden, aber hier tut sich einiges an Sparpotential auf.

Drohne

Der kleine Flieger

Um unglaubliche Luftaufnahmen zu machen, haben wir schon des Längeren überlegt, eine Drohne zu kaufen. Hierbei wollten wir sowohl Videos als auch Fotos aufnehmen können. Für unsere Anwendungszwecke eignet sich eine Drohne von DJI am besten. Hierbei zogen wir sowohl die DJI Phantom 4 Pro, als auch die DJI Mavic Pro in Betracht. Da wir mit der Drohne im Gepäck erst noch in die USA fliegen müssen, wollten wir ein möglichst kleines und leichtes Gerät. Also kam nur noch die Mavic Pro in Frage, bei welcher die Rotoren einklappbar sind. Auch müssen kaum Abstriche in der Bildqualität im Vergleich zur Phantom 4 Pro hingenommen werden (immerhin kann die Mavic Pro noch Videos mit 4K und 30fps und Bilder mit 12 Megapixel aufnehmen) und auch die kleinere Drohne erzielt schöne, sehr wackelfreie Aufnahmen. Die Kombination von Portabilität und annehmbaren Aufnahmen bietet nur die Mavic Pro in einem bezahlbaren Rahmen. Unsere DJI Mavic Pro Fly More Combo, die noch zusätzliche Akkus und Ladegeräte beinhaltet, kostet ca. 1500€. Dieses Ausrüstungspaket beinhaltet folgendes:

  • 1x Drohne selbst + Fernsteuerung
  • 3 Akkus
  • 1 Ladegerät mit PowerBank Adapter, 1 vierfach Ladegerät, 1 Autoladegerät
  • 8 Ersatz-Propeller
  • 1 Tasche zum Verstauen der Drohne

Zubehör

Graufilter

Am Getty Center in Los Angeles haben wir einige Aufnahmen von Springbrunnen und Wasser gemacht. Hierbei haben wir für schönere Effekte einen guten Graufilter vermisst. Also haben wir kurzerhand einen ähnlichen wie diesen, relativ gut bewerteten Filter bei Amazon bestellt. Der Filter „schluckt“ 10 Blendenstufen, d.h. er ermöglicht eine um den Faktor tausend verlängerte Belichtungszeit. Durch die Anwendung des Filters kann man Wasser sehr weich und fließend aufnehmen. Bis jetzt haben wir leider noch nicht viel damit herum experimentiert, sind aber recht zufrieden mit den Ergebnissen.

Fernauslöser

Um verwacklungsfreie Aufnahmen, besonders auf dem Stativ zu erzielen, haben wir uns doch noch einen Fernauslöser gekauft. Hierbei wollten wir besonders die Möglichkeit, in Intervallen Aufnahmen auszulösen und beliebig lange belichten zu können. All diese Eigenschaften haben wir in diesem Auslöser gefunden und auch schon ein paar Mal genutzt.

 

Stativ

Es muss nicht immer ein höllisch teures Stativ sein. Wir haben uns schon vor einiger Zeit für ein Cullmann Nanomax 460 RW20 entschieden. Wir wollten damals auf jeden Fall ein Dreibein-Stativ, welches nicht allzu schwer ist. Es wiegt knapp 2kg und ist somit beim Fliegen gerade noch annehmbar.  Wir fanden besonders die Klemmen, mit denen man die Stativbeinhöhe verstellen kann praktisch. Diese lassen sich sehr schnell verändern. Auch durch seine variable Stativhöhe zwischen 19cm und 170cm überzeugt es sehr. Des Weiteren wollten wir ein Stativ, das trotz seiner Leichtigkeit eine hohe Tragkraft aufweist, da natürlich auch das Super-Tele darauf montiert werden soll (dieses hat alleine ja schon knapp 2kg). Hierbei reicht die Tragfähigkeit des Stativs von 4kg gerade so für die ganze Kamera aus, allerdings ist es in größeren Höhen nicht sehr windstabil. Da wir unser Stativ aber nicht so oft verwenden, ist das gut auszuhalten, gerade für die ca. 75€ die es nur kostet. Die Schnellspannplatte, mit der sich der Fotoapparat schnell und einfach am Dreiwegekopf des Stativs befestigen lässt, ist auch sehr praktisch.

Fotorucksack

Da wir jetzt natürlich sehr viel Ausrüstung zum Fotografieren besitzen, haben wir nach einer guten Transportmöglichkeit für all unsere Objektive gesucht. Am liebsten wollten wir einen Rucksack haben, da wir diesen auch bequem auf längeren Wanderungen mitnehmen können. Da wir mit unserem Tele-Objektiv allerdings einen ganz schön großen Rucksack brauchen, mussten wir erst mal lange suchen. All unseren Ansprüchen gerecht werden konnten im Endeffekt nur die Fotorucksäcke von Tenba. Da die 32L Variante etwas zu groß für das Handgepäck im Flieger war, haben wir uns für den Tenba Shootout 24L entschieden. Hier passt einfach alle unsere Ausrüstung rein. Zudem hat er einen super praktischen seitlichen Schnellzugriff, aus dem man einfach die Kamera herausziehen kann, ohne den Rucksack komplett absetzen zu müssen. Zudem kann ein Tablet oder ein Laptop in einem Fach nahe am Rücken verstaut werden. Auch das Stativ kann bequem an der Vorderseite des Rucksacks befestigt werden und angenehm transportiert werden. In Städten, wenn das große Tele-Objektiv nicht unbedingt mit muss, passt sogar noch ein Getränk und ein kleines Vesper mit in den Rucksack. Besonders überzeugt die gute Verarbeitung des Rucksack-Materials sowie ein breiter Hüftgurt, welcher auch nach einigen Stunden Wanderung noch einen angenehmen Tragekomfort bieten sollte. Mit über 200€ ist der Tenba Shootout leider auch etwas teuer, aber was tut man nicht alles, um seine auch recht teure Foto-Ausrüstung zu schützen…

Speichermedien

Da wir meist regelmäßig auf die Laptop-SSD und auf externe Festplatte sichern, war uns eine große Speicherkarte in der Nikon nicht so wichtig. Geschwindigkeit für Serienfotos hingegen schon. Aus Sicherheitsgründen sichern wir unsere RAW-Dateien doppelt in der Kamera, deshalb haben wir zwei Samsung 32GB SD in der D750, mit der wir mit bis zu 80MB/s schreiben können. Da wir allerdings in den ersten paar Wochen unseres Urlaubs schon ziemlich viele Fotos gemacht hatten, wurde unser Speicherplatz etwas knapp. Also haben wir eine der kleineren Speicherkarten durch eine SanDisk Extreme Pro 128GB ausgetauscht, auf die wir auch mit immerhin 90MB/s schreiben können. Sie ist also ähnlich schnell wie die Karte in der Mavic.

In der Mavic ist die Filmgeschwindigkeit sehr wichtig. 4K erzeugt sehr große Datenmengen, bis zu 60Mb pro Sekunde. Deshalb wollten wir eine schnelle und gleichzeitig große Speicherkarte, die SanDisk Extreme 128GB microSD.

Um alle unsere RAWs und Videos zu sichern, haben wir uns eine externe Festplatte angeschafft, die WD My Passport mit 4TB. Darauf haben wir auch einige Filme aus der Heimat mitgenommen, um den ein oder anderen Abend auf dem Campingplatz zu gestalten.

Entwicklung

Notebook

Als mobile Entwicklungs- und Veröffentlichungsmaschine haben wir das neue Apple MacBook Pro (2016) 15,4″ dabei. Es hat ein tolles Display, um die Fotos nachzubearbeiten und gleichzeitig ausreichend Performance, um die Videos zu schneiden. Außerdem ist es mit 1,8kg sehr leicht und macht sich im Fluggepäck nicht so sehr bemerkbar. Um auch mit den USB-C/Thunderbolt-3-Anschlüssen gut mit den Speichermedien und anderen USB-Geräten umzugehen, haben wir kurz vor dem Urlaub noch ein HyperDrive gekauft, eine Kickstarter-Kampagne.

Software

Zur RAW-Fotoentwicklung nutzen wir das neueste Adobe Photoshop Lightroom CC 2015. Es ist einfach das Non-Plus-Ultra, was Entwicklung, Bibliotheksverwaltung und Kompatibilität angeht.

Um die Filme zu entwickeln, nutzen wir die einfach zu bedienende Software Apple iMovie. Es gibt natürlich auch professionellere Software, wie Final Cut Pro X oder Adobe Premiere, aber da die Filme bei uns eher im Hintergrund stehen, reicht uns das Repertoire von iMovie.

 

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